Heute möchte ich mich einem Thema widmen, dem, obwohl es uns alle betrifft, immer noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Wenn wir einen lieben Menschen verlieren, dann dreht sich alles darum, dass wir weiterhin funktionieren.
Wir müssen uns kümmern, Dinge erledigen, organisieren, planen, ordnen, kündigen, einladen, … die Liste scheint endlos, nichts und niemanden will man vergessen, in der heutigen Zeit wird das leider vorausgesetzt.
Einige Zeit ist man beschäftigt und abgelenkt von dem Zustand, der früher oder später eintreten wird. Die Leere, die Wut und Angst, dass der Partner oder die Eltern zu früh gegangen sind, womöglich die eigenen Kinder. Diese Schwere, die bleiern in uns ist und raus möchte, aber keinen Weg findet, sondern sich immer weiter festsetzt.
Oftmals muss man alleine damit zurechtkommen, oder muss man das nicht sogar immer?
Keiner kann sich reinfühlen in den Zustand, den der Trauernde gerade durchlebt. Meist müssen wir von außen stark sein, wieder zur Arbeit erscheinen, freundlich zu den Mitmenschen sein…
Klangschalen eigenen sich hervorragend als Trauerbegleitung, sowohl tatsächlich palliativ, in dem der Sterbende und seine Angehörigen mit den Klängen emotional unterstützt werden können, in Form von Meditationen oder einfach nur, um der Stille einen Raum zu geben.
Aber auch in der Zeit, in der die eigentliche Trauerbewältigung dann stattfindet.
Durch die verschiedenen Schwingungen werden Blockaden gelöst, körperlich, als auch auf seelischer Ebene.
Bei einem guten Klangtherapeuten darf alles sein. Alles darf passieren und zugelassen werden. Trauer, Wut, Angst, Verzweiflung, aber auch tiefe Liebe darf gespürt und zum Ausdruck gebracht werden. Oftmals verliert sich der Klient in den Klängen an einem Ort, in dem einfach nur gefühlt wird. Betroffene berichten davon, dass man mit der Situation seinen Frieden findet und dass es einfacher ist, den Alltag zu meistern.
Einige beanspruchen die Klangmassage über einen längeren Zeitraum als Ritual, als ICH-Zeit. Denn, egal, wie schwer alles auf einem lastet, sollte man sich selbst nicht vergessen.
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